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Die Energiewende in Deutschland – Wo stehen wir wirklich?

Warum die Energiewende nicht am Wollen scheitert, sondern am Können

Deutschland hat sich verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu werden. Die Technik dafĂŒr ist da. Die Bereitschaft in der Bevölkerung auch. Trotzdem kommen wir zu langsam voran. Warum?

Das Problem in drei Zahlen

640 Mio t
CO₂ 2025 (nur -1,5% vs. 2024)

Brauchen: -36 Mio t/Jahr bis 2030
Das ist 4× mehr als bisher.

250.000
Offene Stellen im Handwerk

Besonders: Installateure, Elektriker, Dachdecker
Genau die, die wir fĂŒr die Energiewende brauchen.

5,4 Bio €
Kosten bis 2049 (bei aktuellem Kurs)

Experten: Mit klĂŒgeren Strategien
1+ Bio € sparen möglich.

Drei EngpÀsse, die uns ausbremsen

1. Die BĂŒrokratie-Falle

Das Problem:
Genehmigungsverfahren dauern Jahre. Der Netzausbau hinkt sieben Jahre und 6.000 Kilometer hinter dem Plan her. Viele genehmigte Projekte können nicht umgesetzt werden, weil Prozesse zu komplex sind.

Was das bedeutet:
Selbst wenn ein Unternehmen eine Solaranlage installieren will oder eine Kommune ein Windrad bauen möchte – der Papierkram kostet mehr Zeit als die eigentliche Bauphase.

Ein Beispiel:
Die Kraftwerksstrategie 2026 plant 10 GW wasserstofffÀhige Gaskraftwerke als Backup. Experten sind sich einig: Das reicht nicht. Aber bis neue Kraftwerke genehmigt und gebaut sind, vergehen Jahre.

2. Der Handwerker-Mangel

Das Problem:
Im Bereich SanitĂ€r-, Heizungs- und Klimatechnik fehlen ĂŒber 12.000 FachkrĂ€fte – jede zweite Stelle bleibt unbesetzt. Bei Elektrikern sind es 18.300 fehlende FachkrĂ€fte. Wartezeiten von mehreren Monaten fĂŒr eine WĂ€rmepumpen-Installation sind keine Ausnahme, sondern die Regel.

Was das bedeutet:
Sie wollen Ihre Gasheizung gegen eine WĂ€rmepumpe tauschen? Ihre Solaranlage erweitern? Theoretisch gibt es Förderungen. Praktisch finden Sie niemanden, der es einbaut. 62% der Handwerksbetriebe mĂŒssen AuftrĂ€ge ablehnen – nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern wegen fehlendem Personal.

Warum ist das so?

  • Die geburtenstarken JahrgĂ€nge gehen in Rente – und es rĂŒcken zu wenige Junge nach
  • Handwerksberufe gelten als körperlich hart und schlecht bezahlt (auch wenn das oft nicht mehr stimmt)
  • Viele junge Leute studieren lieber, statt eine Ausbildung zu machen
  • Bis 2030 stehen 125.000 BetriebsĂŒbergaben an – viele Betriebe finden keine Nachfolger

Die Ironie:
Ausgerechnet die Energiewende, fĂŒr die wir diese FachkrĂ€fte brauchen, verschĂ€rft das Problem. Der Ausbau von Rechenzentren, Windkraft und Solarparks schafft noch mehr Bedarf an Elektrikern und Installateuren.

3. Die Preis- und Planungs-Unsicherheit

Das Problem:
Deutschland hat die höchsten Strompreise in der EU. Und sie steigen weiter. Allein der Netzausbau bis 2045 kostet ĂŒber 460 Milliarden Euro. Diese Kosten landen irgendwann beim Verbraucher.

Was das bedeutet:
Unternehmer wissen nicht, ob sich Investitionen in Elektrifizierung lohnen. BĂŒrger zögern bei der Anschaffung einer WĂ€rmepumpe, weil unklar ist:

  • Wie hoch werden die Strompreise?
  • Welche Förderungen gibt es nĂ€chstes Jahr noch?
  • Lohnt sich das ĂŒberhaupt?

Fast 90% der Unternehmen beklagen fehlende VerlÀsslichkeit in der Energiepolitik. Gesetze Àndern sich stÀndig. Das macht Planung unmöglich.

Wo lÀuft es trotzdem gut?

Nicht alles ist schlecht. Es gibt Lichtblicke:

Photovoltaik-Boom:

2025 wurden 17,5 GW Solarleistung neu installiert – das Ausbauziel wurde sogar ĂŒbertroffen. Fast 100 GW installierte Leistung insgesamt.

WĂ€rmepumpen werden beliebter:

Bei Neubauten haben WĂ€rmepumpen einen Marktanteil von fast 50%. Haushalte sind bereit umzusteigen – wenn sie jemanden finden, der die Anlage einbaut.

Erneuerbare decken ĂŒber die HĂ€lfte:

Im Jahr 2025 deckten Erneuerbare Energien 55,3% der Stromnachfrage. Tendenz steigend.

Das Problem:
Diese Erfolge reichen nicht. Warum? Weil der Stromverbrauch stagniert, statt zu steigen. Die Elektrifizierung in Industrie, Verkehr und GebĂ€uden kommt zu langsam voran. Solange wir nicht mehr elektrisch heizen, mehr E-Autos fahren und mehr Industrieprozesse elektrifizieren, bringt uns auch mehr Ökostrom nicht ans Ziel.

Was bedeutet das konkret fĂŒr Sie?

🏠 Eigenheimbesitzer

  • Volle AuftragsbĂŒcher bei Handwerkern → Wartezeiten von Monaten
  • Unsichere Förderlandschaft → Schwierig zu planen
  • Hohe Investitionskosten → Amortisation dauert Jahre

🏭 Unternehmer

  • Hohe Energiekosten → Wettbewerbsnachteil
  • Unklare gesetzliche Vorgaben → Investitionsunsicherheit
  • FachkrĂ€ftemangel → Projekte verzögern sich

đŸ˜ïž Mieter

  • Energetische Sanierung kommt langsam → Hohe Heizkosten bleiben
  • Netzausbaukosten werden umgelegt → Steigende Strompreise

Die unbequeme Wahrheit

Deutschland verfehlt seine europĂ€ischen Klimaschutzvorgaben um 30 Millionen Tonnen CO₂. Wir sind zu langsam. Nicht weil die Technik fehlt. Nicht weil die Menschen nicht wollen. Sondern weil:

  • Die Rahmenbedingungen nicht stimmen – zu viel BĂŒrokratie, zu wenig Planungssicherheit
  • Die Umsetzung fehlt – zu wenige Handwerker, zu langsamer Netzausbau
  • Die Kosten intransparent sind – niemand weiß genau, was auf uns zukommt

Und jetzt?
Drei Dinge mĂŒssen passieren:

  1. BĂŒrokratie-Abbau: Genehmigungen schneller, einfacher, verbindlicher
  2. FachkrÀfte-Offensive: Handwerksberufe attraktiver machen, Quereinsteiger fördern
  3. Planbare Rahmenbedingungen: VerlĂ€ssliche Förderungen, klare CO₂-Preispfade, realistische Zielsetzungen

Bis das passiert: Werden Projekte Jahre dauern. Werden Kosten steigen. Wird die Energiewende zur Geduldsprobe.

Warum Infinity Energy Solutions?

Genau hier setzen wir an:

  • ✓ Kein Warten auf ĂŒberlastete Handwerker – wir haben ein Netzwerk von qualifizierten Partnerfirmen
  • ✓ Keine Unsicherheit bei der Planung – wir rechnen Ihnen genau vor, was sich lohnt und was nicht
  • ✓ Keine Standardlösungen von der Stange – wir kombinieren verschiedene Technologien zu einer Lösung, die zu Ihren Gegebenheiten passt
  • ✓ Maximale Autarkie – Sie werden unabhĂ€ngig von Preissteigerungen, NetzengpĂ€ssen und politischen Richtungswechseln

Die Energiewende kommt. Die Frage ist nur:
Warten Sie, bis alle Probleme gelöst sind – oder werden Sie jetzt Teil der Lösung?

Jetzt Ihre Lösung planen

Fazit

Alternative Energien sind technisch ausgereift und gesellschaftlich akzeptiert. Was fehlt, sind handlungsfÀhige Strukturen, ausreichend FachkrÀfte und verlÀssliche Rahmenbedingungen.

Wir können nicht auf die Politik warten. Aber wir können klug planen – und dort ansetzen, wo es möglich ist.

Stand: Februar 2026

Quellen: Agora Energiewende, BDEW, Bundesrechnungshof, Zentralverband Deutsches Handwerk